Born to Drive
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Autos können sich bald selbst ausliefern

Bevor ein Auto heute den Endverbraucher erreicht, wird es etwa 25 Mal manuell bewegt. Jetzt zeigt ein Forschungsprojekt auf, wie Autos fahrerlos durch die Logistikkette transportiert werden können. Das System wurde von Semcon in Zusammenarbeit mit sieben weiteren Unternehmen entwickelt. Ein Prototyp ist heute schon im Einsatz.

Jedes Jahr werden weltweit etwa 80 Millionen Autos produziert. Die Logistik aber, der Weg von der Fabrik zum Endkunden, ist umfangreich, kostenintensiv und erfolgt vollständig manuell. Im Rahmen des schwedischen Forschungsprojekts Born to Drive wurde eine neue Softwarelösung entwickelt, die es ermöglicht, dass Fahrzeuge sich selbst transportieren.

In immer mehr Branchen wird autonome Technik zur Realität. Sie ist mittlerweile so ausgereift, dass sie von der Vision in die Praxis umgesetzt werden kann. Und diese Umsetzung findet immer schneller statt.

Markus Granlund, Geschäftsführer von Semcon

Im Moment ist die Entwicklung von Born to Drive darauf ausgelegt, Autos von der Fertigungsstraße zu einer Sammelstelle zu steuern, von wo aus der Weitertransport erfolgt. Um auch andere Bereiche in der Logistikkette wie die Verladung auf LKW, Zug oder Schiff effizienter zu gestalten, kann das System aber weiter entwickelt werden. Die neue Software arbeitet mit den Sensoren, die bereits heute in Autos verbaut sind. Zusätzliche Hardware ist also nicht erforderlich.

Das Einzigartige an Born to Drive ist, dass es vollständig auf Software basiert. Das macht das System sowohl kostengünstig als auch sehr flexibel. Da es bereits einen funktionierenden Prototyp gibt, kann die Implementierung des Systems schon in wenigen Jahren umgesetzt werden.

Johan Isacson, Projektleiter von Born to Drive

Neben der Software in den Autos besteht Born to Drive aus einem Backend-System, das den gesamten Logistikfluss steuert und die Übersicht über den Standort des Autos und den Kraftstoffvorrat hat.

Born to Drive läuft seit zwei Jahren und ist eine Zusammenarbeit zwischen Technologieunternehmen, Behörden, Zulieferern und Volvo Cars. Semcon hat in diesem Projekt die übergreifende technische Verantwortung: Wir entwickeln die Steueralgorithmen der Fahrzeuge und kümmern uns um die Positionierung im und die Kommunikation mit dem Verkehrsleitsystem.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Actia, Combitech, Consat, RISE Viktoria, Semcon, Trafikverket, Volvo Car Corporation und VTI.

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