Mehr Perspektiven auf Technik
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Per Nilsson
Corporate Communication and Marketing Director
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Mehr Perspektiven auf Technik.

Es kann einen schon stutzig machen. Etwa wenn Produkte sich für die Menschen als ungeeignet erweisen, die als Nutzer intendiert sind. Was hat man sich dabei gedacht? In vielen Fällen kann das Problem genau darin begründet liegen – dass man ein Mann ist. Allzu oft fehlte einfach die Perspektive von Frauen.

Ihre Vorschläge

Bei der Entwicklung vieler Dinge in unserer Gesellschaft diente der Mann als Maßstab. Crashtest-Puppen, Spracherkennungsprogramme und Gesundheits-Apps sind derartige Beispiele, bei denen die Perspektive von Frauen vergessen wurde. Welche Beispiele lassen sich noch finden? Und wie sähen Produkte um uns herum aus, wenn sie von Frauen entwickelt worden wären?

Semcon startet jetzt das Projekt „Add Perspectives“. Dafür haben wir ein rein weibliches Produktentwicklerteam zusammengestellt: um die Perspektive von Frauen auf Technik einzubeziehen, wo sie bislang fehlt. Im Frühjahr 2018 sammeln wir einige Wochen lang Vorschläge zu Produkten, die besser auf die Nutzung von Frauen zugeschnitten sein könnten. Anschließend wird unser Team eins der Produkte auswählen und erarbeiten, wie eine inklusivere Alternative aussehen könnte. Im Herbst wird dann das Ergebnis vorgestellt.

Wir brauchen Ihre Hilfe!

Fällt Ihnen ein Produkt ein, dem sich unser Team widmen sollte? Senden Sie uns Ihre Vorschläge:

Welchen Produkten fehlt die Perspektive von Frauen?

Wenn wir die Perspektive von Frauen auf Technik einbeziehen würden, wo diese bislang fehlt – gäbe es einen Unterschied?

Obwohl die Hälfte der Techniknutzer weltweit Frauen ausmachen, sind es meistens Männer, die die Produkte entwickeln. Bei Microsoft und Google sind lediglich 19 bzw. 20 Prozent der technischen Entwickler Frauen, bei Apple sind es 23 Prozent. Der Schwedische Ingenieursverband (Sveriges Ingenjörer) hat ein Mitgliederverhältnis von 26 Prozent Frauen und 74 Prozent Männern. Bei Semcon ist gegenwärtig jede dritte beschäftigte Person eine Frau. Das reicht unserer Meinung nach nicht. Deshalb wollen wir es ändern.

Es geht darum, die Perspektive von Frauen auf Produkte einzubeziehen, bei denen traditionell der Mann als Norm dient. Ich bin davon überzeugt, dass mehr Perspektiven notwendig sind und jeder davon profitiert

Markus Granlund, Präsident und CEO von Semcon

Dürfen wir vorstellen – unser kompetentes Team:

Ida Borenstein - Communication, Malin Bengtsson – Mechnical Engineering, Sofia Elmestrand – Mechanical Engineering, Sara Nilsson - User Experience, Anette Norén - Product Design, Elmira Anbardar - Software Development, Sofie Askenbom - Technical Project Leader Product Information

Sie haben Fragen?

Sehen Sie in unserer „Q&A“-Rubrik nach und erfahren Sie mehr über unsere Arbeit bei Produktentwicklung, Innovation und Vielfalt.

Warum machen Sie diese Kampagne?

Je mehr wir verschiedene Nutzer verstehen, umso besser sind die Produkte, die wir entwickeln können. Dabei kann es ums Alter, Ethnizität, sexuelle Orientierung oder auch um Formen der Behinderung gehen. Oder, wie hier, um die Perspektive, die die Lebensbedingungen der Frau in den Blick nimmt – die leider manchmal vergessen wird. Diese Perspektive möchten wir mit dieser Kampagne beleuchten und mehr Frauen inspirieren, den Schritt in die Technologiebranche und zu Semcon zu wagen. Vielfalt ist eine Voraussetzung für Innovation.

Warum haben Sie ein Team zusammengestellt, das nur aus Frauen besteht, um das Produkt zu verändern?

Der überwiegende Teil an technischen Entwicklern in der Branche sind Männer, und bei der Entwicklung vieler Produkte dient immer noch der Mann als Maßstab. Wir möchten herausfinden, was geschieht, wenn wir es andersherum machen: wenn ein Team nur aus Frauen seine Sicht auf ein Produkt ergänzt, bei dem diese bisher fehlt. Dann muss man keine Frau sein, um Produkte für Frauen herzustellen, genauso wenig wie nur Männer Produkte für Männer herstellen können.

Auf welche Weise trägt Gleichstellung zu besseren Produkten bei?

Unsere Produkte sollen genutzt werden können, egal ob man ein Mann oder eine Frau ist. Deshalb brauchen wir bei Semcon und in der Branche mehr Frauen, um mehr Perspektiven auf unsere Produktentwicklung zu erhalten. Zusammen können wir Probleme besser lösen und für unsere Kunden bessere Produkte entwickeln. Außerdem schaffen wir einen inspirierenden Arbeitsplatz. Studien* zeigen außerdem, dass gemischte Arbeitsteams effizienter und kreativer sind und mehr Gewinn einbringen.

Harvard Business Review

Wie wird das zu entwickelnde Produkt ausgewählt?

Das ist eine besondere Herausforderung und wir haben das Team und dessen Kompetenzen zusammengestellt, ohne zu wissen, mit welcher Art Produkt es arbeiten wird. Entscheidend ist, dass wir einen deutlichen Bedarf erkennen und daran etwas ändern können; dass wir erkennen, dass die Perspektive der Frauen unberücksichtigt blieb. Wir hoffen, dass mehr Sichtweisen auch Männern helfen, Produkte noch benutzerfeundlicher zu gestalten. Der Plan ist, eine alternative Lösung auszuarbeiten und diese im Herbst vorzustellen.

Wie arbeiten Sie bei Semcon bei der Produktentwicklung? Wie sehen Ihre Prozesse aus?

Die Arbeitsweise unserer Teams hängt stark von der Branche ab, für die sie arbeiten. Je nach Branche also, ob Automobilsektor, Life-Science- oder IT-Branche, gelten für das Projekt unterschiedliche Modelle und Prozesse. Bei Semcon arbeiten wir aktuell an einem gemeinsamen Produktentwicklungsprozess, der von menschlichen Bedürfnissen und Verhaltensweisen ausgeht, denn wir sind davon überzeugt, dass wir Nutzern so die besten Erlebnisse bereitstellen können. Der Prozess rückt Nutzer- und Designstudien für Innovationen ebenso in den Vordergrund wie den frühen Einbezug von Kompetenzen in technische Lösungen und Produktinformation.

Ist Semcon ein Unternehmen, in dem Gleichstellung herrscht?

Momentan nicht. Unser Ziel ist aber, bis 2022 Gleichstellung (d. h. ein 40:60-Verhältnis zwischen den Geschlechtern) im gesamten Konzern und auf der Führungsebene erreicht zu haben. Das ist ein inspirierendes und zugleich notwendiges Ziel. Gegenwärtig haben wir bei Semcon weltweit eine Verteilung von 70 % Männern und 30 % Frauen. Alle unsere Geschäftsbereiche weltweit sind einbezogen und das Ziel hat für den Konzern ganz klar Priorität.

Wie arbeitet Sie daran, die Gleichstellungssituation bei Semcon zu verbessern?

Das ist eines unserer zentralen Themen: von der Rekrutierung und der Zusammensetzung von Teams bis hin zur Führungsebene. Wir arbeiten schon lange darauf hin, ein Arbeitsplatz zu sein, an dem mehr Gleichstellung herrscht. Doch jetzt setzen wir dem gesamten Konzern deutliche Ziele und gehen strukturierter vor, um sie zu erreichen. Unsere Geschäftsführung muss sich am Gleichstellungsziel ebenso messen lassen wie unsere Finanzergebnisse.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit zu Vielfalt und Gleichstellung.

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